Frauenfußball im Kreis Northeim
Aus nach sieben Jahren: SG Wulften/Lindau/Hattorf löst sich auf
Die SG Wulften/Lindau/Hattorf steht vor ihrem letzten Auftritt. Nach sieben Jahren endet die Spielgemeinschaft im Sommer – trotz einer sportlich erfolgreichen Saison.
Nach dem Ende der laufenden Spielzeit wird die SG Wulften/Lindau/Hattorf aufgelöst. Ausschlaggebend sind demnach nicht die Ergebnisse auf dem Platz, sondern strukturelle Probleme: Der Kader ist zu klein, und es fehlt an Nachwuchs, um den Spielbetrieb dauerhaft verlässlich abzusichern.
Am Sonntag bestreitet die Mannschaft um 11 Uhr in Wulften ihr letztes Spiel überhaupt.
Sportlich oben – organisatorisch am Limit
Gerade weil die SG zuletzt eine positive Entwicklung genommen hat, wirkt das Ende umso einschneidender. Die Mannschaft ist Bezirksliga-Vizemeister – ein sportlicher Beleg dafür, dass das Konstrukt auf dem Platz funktioniert hat.
In Spielgemeinschaften wie dieser hängt die Stabilität jedoch nicht nur an der sportlichen Form, sondern an der Frage, ob mehrere Vereine über eine gesamte Saison hinweg genug Spielerinnen, Trainingsbeteiligung und organisatorische Verlässlichkeit zusammenbringen.
Dass diese Basis zuletzt brüchig geworden ist, beschreibt auch Trainer Timo Kuhlmann: „Es ist äußerst schade aufgrund der guten sportlichen Situation und dem eigentlich guten Team sowie dem Miteinander“. Die Aussage unterstreicht den Kern des Problems: Das Teamgefühl und die Leistung waren da – die personellen Voraussetzungen für die kommende Saison offenbar nicht mehr.
Option auf Fortsetzung zerschlug sich
Eine Fortführung in veränderter Konstellation stand zeitweise im Raum. Ab Sommer hätten keine Spielerinnen aus Lindau mehr zur Verfügung gestanden; dadurch wäre innerhalb der SG Platz für einen anderen Partnerverein entstanden.
Eine neue Lösung kam jedoch nicht zustande: Weder der SV Förste noch der SC Harztor wollten eine neue Spielgemeinschaft eingehen.
Damit endet die SG nicht, weil das Projekt sportlich gescheitert wäre, sondern weil sich die Last auf zu wenige Schultern verteilt hätte – auf dem Platz wie in der Organisation.
Letztes Spiel, offenes Danach
Im Sommer läuft die gemeinsame Zeit nach sieben Jahren aus. Für die Spielerinnen bedeutet das, dass sie sich neu orientieren müssen – innerhalb ihrer Stammvereine oder bei anderen Teams in der Region.
Bevor diese Phase beginnt, bleibt noch ein letzter Termin: Am Sonntag um 11 Uhr in Wulften setzt die SG Wulften/Lindau/Hattorf ihren Schlusspunkt. Sportlich als Vizemeister, organisatorisch am Ende der Möglichkeiten.

